die wachende

neptun nahm ihr grad den einen,
klagend wacht sie in den nächten,
ob die wellen ihn nicht brächten,
doch das meer nur füllt ihr weinen.

irgendwann vor vielen zeiten
blich ihr haar und ihre lippe,
seither steht sie auf der klippe -
blickt nur geisterhaft den weiten.

sei's auch erst in tausend jahren,
einmal wird sie ihn dann sehen -
auf sein schiff hinübergehen
und mit ihm ins jenseits fahren.

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