wie konnte er es ihnen sagen, wie worte finden für etwas, das sie
nicht verstehen würden. haben ihn all die erfahrungen der vergangenheit
kalt und hart gemacht, das fragte er sich manchmal. vielleicht haben sie
etwas von seiner naivität genommen, seinem blinden glauben an die menschen,
aber immer noch ist er um sie bemüht, immer noch versucht er einen
weg für sie zu finden, der sie ohne hass und gewalt an ein gemeinsames
ziel führt - denn im grunde sind sie doch auch füreinander da
- um des anderen wegen. "hast du nie gelernt alleine zurechtzukommen?"
ja, er hatte gelernt allein zu funktionieren. die einsamkeit ist ein geduldiger
lehrer und er war ein guter schüler. oft suchte er die verlassenheit,
die fremde von den menschen, um so sich selbst und auch den anderen noch
näher zu kommen. ein leben ist eine zu geringe zeit, um sich gänzlich
zu begreifen - das wusste er, aber er hatte nunmal nur dieses eine und er
musste es trotzdem versuchen. "ist das nicht absurd?" das ist
es und es war ihm vertraut - er hatte es schon viele male erfahren, dieses
gefühl, dass nichts sinn macht, aber gerade deswegen lehnte er den
selbstmord ab. er wollte die bitterkeit des lebens auskosten, dem scheitern
den sinn verwähren und ankämpfen gegen dieses, das unausweichlich
über allem hängt. "und warum wirst gerade du nicht daran
zu grunde gehen?" er sagte lautlos zu sich, weil ich ein wahrer
krieger bin.
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