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über das ich
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| Die Frage nach dem Ich muss stets eine notwendig unbeantwortbare sein,
denn in jeder Sekunde, in der ich existiere, Dinge wahrnehme oder nachdenke,
verändert sich der Zustand meines neuronalen Systems - und damit auch
das Ich. Jede Beschreibung, jede Aufzählung von Eigenschaften, Vorlieben,
Merkmalen, Interessen muss daher stets unvollständig sein - und auch
Bestimmungen in der Art "Ich bin dasjenige Wesen, das sich von den
anderen unterscheidet und in Beziehung zu ihnen steht" oder "Ich
bin das Nicht-Andere" führt zu keinem Ausweg, da der Versuch den
Anderen zu bestimmen ebenso aussichtslos ist, wie der das eigene Ich zu
fassen - vielleicht noch unmöglicher, da wir keinen Einblick in die
Welt unserer Mitmenschen werfen können. Das uns gemeine und vielleicht
einzig gemeine ist das Wort, aber welches Bild (Abdruck im Gehirn) damit
verbunden ist (es könnte bei jedem von uns verschieden sein), wissen
wir nicht. Daher auch die ständigen Missverständnisse, denn wir
meinen vom Selben zu sprechen, jedoch sprechen wir stets von Verschiedenem.
Aber zurück zum Ich (und für mich ist es nicht die Fähigkeit des Ich-Sagens, also der Fähigkeit auf mich verbal zu referenzieren), sondern vielmehr verstehe ich darunter die Gesamtheit meines Seins, die mir ja, wie schon erwähnt, notwendigerweise verborgen sein muss, da ich als Lebewesen einem Prozess gleiche - ein Organismus bin, der sich ständig verändert - und jeder Versuch mich zu fassen, schlägt in einer Momentaufnahme fehl, die nicht mehr den Tatsachen entspricht, da ich längst ein anderer bin - physisch wie auch mental. als antwort kommt also einzig und allein die Frage in Betracht, die nun folgendermaßen lauten muss: "wer bin ich?" |
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